Spaghettibaum

Ein Baum auf einer Lichtung stand,

unter dem ich Schatten fand,

an welchem lange Nudeln hingen.

Ich höre sie noch heute klingen,

wie sie, vom Winde zart berührt,

mich in des Schlafes Reich entführt,

hinein in einen tiefen Traum

unter dem Spaghettibaum.

*

Und während lang die Nudeln hingen,

in ihnen sich Visionen fingen

von Pilzen, Kapern, Auberginen,

Zuccini, Zwiebeln, und sie schienen

sich mit Tomaten zu vereinen,

mit gelben, roten, großen, kleinen.

Auch Thymian, Basilikum

flogen um den Baum herum.

*

Lorbeer, Rosmarin, Oliven…

schon fing mein Speichel an zu triefen.

Ein Grollen voller Unbehagen

erklang. Ich glaub, es war mein Magen.

Grad‘ schöpft‘ ich mir den Teller voll,

als des Weckers Ruf erscholl.

Ich träumte einen schönen Traum

unter dem Spaghettibaum.

*

m.p

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