Mein allergrößter Schmerz – reblogged

Ich habe heute eher durch Zufall einen wunderbaren Blog entdeckt. Ein Neuer uns Folgender 😉 auf Herz & Verstand. Oder muss ich schreiben, eine neue Followerin? Ich bin derzeit etwas verwirrt….  Ein Gedicht hat mich bei Sultanine besonders beeindruckt.

Mit ihrer Genehmigung darf ich diese Zeilen hier re-bloggen. Dankeschön!

Und… Herzlich Willkommen bei uns!

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Mein allergrößter Schmerz

Nicht, dass du mich weggeschickt hast ohne Erklärung.

Nicht, dass du mich nicht vermisst.

Nicht, dass du gut klar kommst ohne mich.

Nicht, dass du weitermachst wie bisher.

Noch nicht einmal, dass du weiter machst, als hätte es uns nicht gegeben.

Nicht dein Schweigen.

Nicht deine Lügen, die du dir dafür erzählst.

Nicht, dass du nicht bereust.

Und auch nicht, dass du nicht bedauerst.

Nicht, dass du gegangen bist.

Nicht, dass du mich zurückgelassen hast.

Nicht, dass du so kalt zu mir warst.

Nicht, dass du deine Ohnmacht zu meiner machtest.

Nicht, dass du vor dir selbst davon läufst.

Auch nicht, dass dass du uns Lügen strafst.

Nicht dein Unvermögen dich vollständig zu zeigen.

Nicht deine Sprachlosigkeit.

Nicht deine Feigheit mir nicht in die Augen zu sehen.

Nicht dein verschlossenes Herz.

Aber, dass du nicht erkannt hast,

wer ich im Innersten bin und sein möchte.

Das hat mich zerstört.

Und so laufen wir beide fort.

Du vor mir und ich vor mir selbst.

Denn ich wollte doch nur erkannt werden.

Und kenne mich selber nicht.


Hier gehts zum Originalbeitrag….


13 Kommentare

  1. Ich habe mich in deinen Zeilen identifiziert … mitgefühlt –
    ein Abdruck im Sandstein verewigt…
    sie schmerzen wirklich
    sie rütteln und wühlen auf
    sie reiten und scheuern auf den Wunden herum …
    diesen Schmerz-Weg vermag jede Frau zu gehen …

    warum nur?????

    UND … ES TUT IMMER NOCH WEH …

    sehr beeindruckende Erfahrungswerte liebe Sultnine
    lieb grüß von zuzaly 🙂

    Gefällt 3 Personen

  2. Deine letzten vier Zeilen rühren mich zutiefst, weil ich genau diesen Schluss nach einer schmerzhaften Trennung zog. Sie haben etwas Tröstliches, finde ich, denn für mich erklären sie alles, was zur Scheidung führte. Mein Mann und ich hatten beide erwartet, dass der andere uns erkennt und vielleicht sogar „rettet“. Dieser Anspruch kann nicht erfüllt werden. Darum strebe ich keine neue Liebe an, solange ich mich nicht selbst kenne und so akzeptiere, wie ich bin.
    Bevor ich zu diesem Schluss kam, bin ich an der Scheidung fast zerbrochen und Deine Worte drücken sehr gut aus, was ich damals fühlte. Darum weiß ich genau, wovon Du hier sprichst und ich kann Deine Schmerzen sehr gut nachvollziehen. Ich habe übrigens gelernt, dass ich meinen Mann lieben darf, egal, was passiert ist. Damit konnte ich ihn (weitgehend) loslassen. Ich brauchte ein paar Jahre für diese Entwicklung und konnte lange Zeit nicht glauben, dass es besser wird. Heute kann ich sagen: Es wird. Aber wir müssen zuerst durch das Tal der Tränen. Das schmerzt, aber wir sind nicht allein. Schön, dass Du hier gelandet bist! Regine

    Gefällt 1 Person

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