Unser erster gemeinsamer Text

 

Ich überlege, ob es uns gelingt, gemeinsam einen Text zu verfassen. Ein Gemeinschaftsprojekt im Gemeinschaftsprojekt. Ob das klappt? Ich beginne und Ihr macht weiter und irgendwann ist der Text fertig. Der/die letzte denkt sich die Überschrift aus. Vielleicht wird es aber auch eine unendliche Geschichte……oder gar keine. Wer kann das heute schon sagen? Also: einfach „Bearbeiten“ anklicken und schon kann es losgehen, sofern Du Mitautor(in) bist! …………😯

Nein, das klappt nicht, wie mir Nati mitteilte. Dann schreibt doch die Geschichte unter „Kommentare“ weiter, und da können dann auch alle mitmachen!

Also, nun geht es los:

Die Glasscherbe (Nati)

Sie liebte den Strand. Zu jeder Jahreszeit hielt sie sich gerne dort auf. Hier konnte sie nachdenken, Pläne schmieden oder einfach nur sein. Hier fühlte sie sich zu Hause und war glücklich, auch wenn sie tieftraurig war.

Einmal, die See war stürmisch, sah sie in der Herbstsonne etwas glitzern und funkeln……(Regine)  immer wenn nur irgendetwas funkelte, erfreute sie sich so sehr, dass auch ihre Augen zu funkeln begannen …(Monika) ….Sie nahm es auf und erkannte das es eine kleine Glasscherbe war. Eine wunderschöne Glasscherbe, wie sie fand. Sie hielt die Scherbe Richtung Sonne und erkannte das es eine Herzform hatte. So etwas hatte sie noch nie gesehen. „Das werde ich mit nach Hause nehmen“, dachte sie und trat beschwingt den Rückweg an.. (Nati) Immer wieder nahm sie die funkelnde Scherbe aus der Tasche und schaute sie an. Ein Zeichen? Hat das Warten nun ein Ende? Bekomme ich nun endlich die Gewissheit, die ich mir wünsche? (Thomas)

Dieses Stückchen Glas das für sie so wertvoll war, machte diese Frau glücklich, sehr glücklich. War es wirklich ein Zeichen dafür, dass sich alles so erfüllen wurde, wie sie es sich oftmals schon ausgemalt hatte? Oder war es nur Wunschtraum und Wunschdenken? Von einer Sekunde auf die andere fühlte sie sich um Jahre zurückversetzt. Die Vergangenheit hatte sie schmerzvoll eingeholt …(Monika) Ein eisiger Schauer überkam sie, sie blickte sich um, doch niemand war da, nur sie allein…Allein? Sie fühlte es, ganz tief drinnen, so tief versteckt… konnte es nicht greifen, sehen nur fühlen, fühlen so wie das Herz in ihrer Hand. Das Herz, rief … es rief so laut, es rief in sie hinein so tief, nach innen und da fühlte sie die pulsierende Wärme die sich fast schmerzlich in ihre Haut brannte. So heiß, so kalt, alles auf einmal… so viel Gefühl… sie spürte es… sie fühlte es… sie hörte ein leises atmen… pulsierend fing es an zu glitzerleuchten und die Hitze, die der einst so kalte HerzStein ausstrahlte, war heißer als sie es aushalten konnte, mit entsetzten stellte sie fest, das das Herz fiel… doch „Nein“ schrie sie, „Nein“ ….(misstueftelchen) Genau in diesem Moment indem tief in ihrer Seele dieses „nein“ unbeschreiblich verzweifelt aufschrie, war alles wieder da. Der dumpfe Knall, der Geruch von Rauch, die Hitze des Feuers und … das Borsten des Glases …(Monika) ….als würde sie wieder in dem brennenden Haus stehen. Schrecklich, sie spürte förmlich die Hitze. „Nein“ schrie wieder ihre Seele. Und als ob nichts geschehen ist, stand sie wieder auf dem Weg zu ihrem neuen Zuhause. Erleichtert lief sie weiter. Es war schon lange her das sie davon eingeholt wurde, dieses schreckliche Erlebnis. Sie dachte, sie hätte es überwunden. Dem scheint aber doch nicht so. „Hoffentlich kann ich ruhig schlafen“, dachte sie und tastete wieder nach der Scherbe in ihrer Tasche. Sie war dieses mal kalt, als ob nichts gewesen wäre….(Nati)

Zuhause angekommen ging sie sofort in das Schlafzimmer und holte aus ihren Nachtkästchen, ihr mit rotem Samt bezogenes und mit Goldperlen besticktes Schatzkäschen hervor, in dem sie allerlei kleine Erinnerungsstücke sorgsam und liebevoll aufbewahrte. Andächtig, fast zärtlich öffnete sie es und ordnete den Inhalt mit einem Lächeln auf den Lippen und mit einem Strahlen in ihrem Gesicht. Dann nahm sie die herzförmige, glitzernde Glasscherbe aus ihrer Tasche. Hauchte einen Kuss darauf und legte diese zu den anderen Stücken in die samtbezogene Schatulle. Bevor sie diese wieder verschloss, nahm sie einen kleinen Zettel vom Schreibtisch und schrieb darauf: „ich werde dich immer in meinem Herzen haben!“ Diesen legte sie zu der gefunden Glasscherbe….(Monika)

Sie ging in die Küche und setzte Teewasser auf. Dabei dachte sie an die wunderbare Glasscherbe und schüttelte die schrecklichen Erinnerungen ab, die diese hervorgerufen hat. Nein, so ging es nicht weiter. Klar, sie hatte ihren Seelenmenschen gefunden und wieder verloren. Sie hatte lange getrauert und mit ihrem Schicksal gehadert. Aber war sie tatsächlich nur die Hälfte wert ohne diesen Mann, den sie so geliebt und sich dabei fast aufgegeben hatte? So sehr, dass sie nicht fähig gewesen war, den Brand zu verhindern? Immer wieder hatte sie für ihn gesorgt, wenn er besinnungslos betrunken war. Immer wieder setzte sie sich seinen Aggressionen aus, seelischen und körperlichen. Immer wieder hatte sie ihm alles durchgehen lassen, sich nicht gewehrt, ihn vor sich entschuldigt. Immer wieder hatte sie sich Vorwürfe gemacht, weil sie ihn nicht besser verstand, so dass er so wütend auf sie werden musste. Bis sie nicht mehr konnte. Sie wollte ihn verlassen. Und er war so zornig auf sie, die ihm plötzlich zu entgleiten drohte, dass er alles gab, das Haus in Brand zu setzen. Ja, daran erinnerte sie sich heute ganz genau. Keiner starb, aber sie verloren alles. Und sie konnte nach diesem Erlebnis nicht mehr mit ihm leben. Sie verschwand und baute sich eine neue Identität auf.

Sie fragte sich, warum sie ihn immer noch in ihrem Herzen hatte. Ja, eben hat sie es sogar noch aufgeschrieben. Konnte das sein? So lange hat sie gebraucht, um sich ein neuen Zuhause zu schaffen, sich von ihm zu lösen. Tageweise gelang es ihr sogar, nicht an ihn und ihre Vergangenheit zu denken. Sie war in  ihrem neuen Leben fast angekommen und manchmal sogar glücklich.

Was war das für eine Herzglasscherbe, die sie am Strand gefunden hat? Was wollte die ihr sagen oder zeigen? Sie ging in ihr Schlafzimmer, holte das Schatzkästchen und nahm es mit in die Küche. Sie setzte sich an den Tisch.…..(Regine)  Sie liebte dieses Schatzkästchen, das schon etlichen wertvollen Erinnerungsstücken in sich Heimat gab…„Noch mehr jedoch liebst du das Unsichtbare, das mit diesen schönen kleinen Dingen in Verbindung steht, nicht wahr? Die damit verbundenen Erinnerungen der Freude, des Staunens über wundersame Fügungen, die vielfältigen Eindrücke der Liebe… “ Ups! Woher kamen diese Worte…? Wer sprach da zu ihr? (Marina)  Betrachtete sie die Welt um sich herum durch diese Herzglasscherbe, sah diese völlig anders aus! Was wenn sie durch diese zurückblickte Was würde sich dann ändern. Gab es dort etwas, das sie durch sie sehen könnte, was sie ohne diese nicht sah? Wie einen Tropfen Blut, der in Bernstein eingeschlossen, durch verschiedene Blickwinkel immer anders aussah, aber immer Blut blieb? Was könnte sie dann sehen. Hatte sie dazu die Kraft?…… (Luke) ….Das wusste sie nicht. Wollte es in diesem Moment auch nicht wissen. Zu viel Kraft hatte alles gekostet, in letzter Zeit. Sie wollte jetzt etwas schönes erleben. Deshalb ging sie ins Wohnzimmer um ihre einzige Freundin anzurufen. Die Einzige die ihr geblieben ist in all den Jahren. Zuviele haben sich abgewandt als immer deutlicher wurde mit welchem Mann sie da zusammen war. Nichts konnten und wollten die „Freunde“ verstehen oder erdulden. Einfach abgewandt oder ausgewichen, anstatt zu helfen oder unterstützen. Nur Isabell hat sie immer verstanden. Immer zu ihr gehalten. Sie getröstet und ermutigt. Es tat so gut jemanden das Herz ausschütten zu können. Ohne boshafte Worte oder gar Beleidigungen zu hören. „Ach Isabell“, sagte sie und wählte freudig die Nummer….(Nati) Doch sie hatte kein Glück. Ihre Freundin war nicht zu Hause. Unschlüssig sah sie aus dem Wohnzimmerfenster auf das aufgewühlte Meer unter den zerrissenen Wolken. Sie stand neben dem Tisch auf dem ihr kleines Schmuckkästchen mit der Herzglasscherbe jetzt stand, das sie mitnahm um es zu betrachten, während sie mit ihrer Freundin telefonierte. „Ach Kindchen!“ hörte sie die zarte Stimme ihrer Ur-Großmutter die aus dem Kästchen zu kommen schien. „Du hast so viel Leid erlebt, so viel Bitterkeit, wende dich davon ab.!“ Oma? Zwei Kriege erlebte diese, und dennoch kannte sie ihre Urgroßmutter nie traurig. Nie haderte sie mit ihrem Schicksal. „Wende dich ab und lass nicht zu das dein Leben durch diese Bitterkeit verdorrt.“
„Du hast schreckliches erlebt.“ Schicksal ist für alle da! sagte Urgroßmutter immer. Ihren Urgroßvater kannte sie nicht. Doch auch er versoff Haus und Hof. „Der besoffene Linke.“ Wie Urgroßmutter ihn immer nannte. Zwei mal habe sie ihn aus der Havel gezogen. Denn Urgroßmutter lebte in Berlin. Verbrachte so manche Nacht mit ihren Kindern im Bombenkeller.
„Dein Herz will weiterleben, dein Blut warm durch die Adern fließen lassen. Bitterkeit macht dein Blut kalt un tötet dein Herz. Wenn du deinen Blick immer nur nach hinten richtest, vergisst du den Blick nach vorne. Lass dein Herz erblühen, das Vergangene vergangen sein. Lebe jetzt. Deswegen habe ich dir dieses Herz geschickt Damit es nicht vergisst! Lebe jetzt! Lass nicht zu, dass sie dich ganz zerstören und bekommen was sie wollen! Es ist DEIN Leben. Lebe es! Sieh dich um. All diese kleinen Wunder die dich umgeben. Geschehenes kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Doch kannst du deine Zukunft neu gestalten. Ich weiß es ist schwer, und dennoch verzeih. Lass sie alle gehen, lass sie los die dir schreckliches getan haben. Verzeih. Mein Kind. Verzeih vor allem dir selbst! Lebe. Du kannst es. Lebe!“ Sie hielt das kleine Glas aus Herz in ihrer Hand und flüsterte mit belegte Stimme „Oma? Und wusste, sie ist nicht allein…….
(Luke)

… Langsam tröpfelten omas Worte in ihre Gedanken…
Sie wusste sie ist nicht allein, wehmütig auch ihr Blick über die kleinen schätze und sie Verstand…
Verstand das ein erinnerungsleben kein zusammen sein, kein Leben ist nur ein vergangenes vermissen…
Voller Herz schaute sie auf die Uhr, kramte die Vermisste Schönheit, samt mit heraus, griff nach Tasche und Schlüssel uns tanzte aus dem Haus…(misstueftelchen)…Sie wusste was jetzt zu tun war. Erneut ging sie zum Strand und suchte eine passende Stelle. Es sollte ein Platz sein wo nicht sofort irgend ein Kind oder Hund Löcher gräbt. Lange lief sie unschlüssig hin und her. Dann sah sie ein Stück Strand welches etwas in die Dünen hinein ging. Ja, das war die passende Stelle. Aufgeregt, mit pochendem Herzen fing sie an ein tiefes Loch zu graben. Es sollte nicht gefunden werden. Alles wollte sie dort, zusammen mit der herzförmigen Glasscherbe, vergraben. Alles, all ihr Kummer, ihre Wut auf diesen Mann, all ihre Angst, sollte dort vergraben werden. Immer tiefer grub sie, achtete nicht darauf wie schmutzig ihre Kleidung wurde. Endlich glaubte sie, die Tiefe erreicht zu haben. Sorfälltig legte sie die Scherbe mit all ihren Gefühlen hinein, verweilte ein wenig und füllte das Loch wieder mit der Erde und dem Sand. Erschöpft setzte sie sich auf dieser Stelle und wusste mit einem Mal das jetzt ihr Neubeginn starten würde. Lächelnd legte sie sich hin und schaute in den Himmel. Sie meinte dort oben ihre Oma nicken und lächeln zu sehen. Ja, sie hatte das Richtige getan. (Nati)

Die Tage vergingen. Die Herzglasscherbe und die verwirrenden Umstände, unter denen jene in ihrem Leben auftauchte, schienen sich im Alltagsrauschen der verstreichenden Zeit aufzulösen. Der Herbst verfloß in kalten Nebeln, aus denen das klagende Schreien der Möwen erscholl, der Winter peitschte mit eisigen Stürmen die Kämme der Dünen und fegte Sand auf das Scherbengrab, der Frühling erwachte, da klingelte es an der Tür. Sie öffnete, vor ihr stand Bernd. Bernd, totgeglaubt, verschollen, wettergegerbt, die grünen Augen hinter halb geschlossenen Lidern blitzend – sie holte tief Luft, ihr Herz stand einen Moment lang still. Dann wich der Schrecken von ihr….(Maddin)  und sie behielt einen kühlen Kopf. Sie wollte auf keinen Fall auf irgendwelche Gefühle hören. Nein, das kam nicht in Frage. Nicht jetzt. Mit Bernd war sie auch fertig. Wenn einer sich so lange nicht meldet, braucht er auch nicht unangemeldet vor der Tür zu stehen. „Mit mir nicht mehr“, dachte sie, begrüßte ihn freundlich und verabschiedete sich dann auch sofort, ohne ihn rein zu lassen. Sie machte die Tür zu, hatte heftige Herzklopfen, aber sie war froh, rechtzeitig eine Grenze gesetzt zu haben…..(Regine)

Abends, wenn die Welt still wurde, und sie an ihrem Lieblingsplatz auf der Veranda saß. Warm angezogen und eine heiße Tasse Tee in der Hand, sah sie hinaus aufs Meer. Dann kehrten ihre Gedanke zurück zu dem Kleinen Herz. Und zu dem was ihre Großmutter ihr im Geiste sagte. Das Meeres-rauschen begleitete ihre Gedanken. Und in dem an und abschwellen der See, meinte sie ein Herz schlagen zu hören. Es kam vom Strand. Dieses Herz, ihr Herz, ihre Gefühle, vor allem diese Wut, ihre Bitterkeit, wie es Großmutter nannte, in diesem dunklen, feuchten Loch zu begraben. War das wirklich richtig? Dort wo dieses wunderschöne Kleinod jetzt lag, gab es nur Dunkelheit. Kälte und Feuchtigkeit. War es das was ihr Herz umgab? So würde sie ein alte, verhärmte Frau werden. Würde vergessen was Wärme, was Herzlichkeit war. Das meinte ihre Großmutter sicher nicht. Oder das sie Menschen einfach die Tür vor der Nase zuschlug. Grenzen setzen, Dinge abschließen, ja! Aber nicht durch kälte und Gefühllosigkeit, Ablehnung? Nein!
Nein das war nicht der richtige Weg sein Herz zu vergraben. Wo sollte das hinführen. Tote begrub man in der Erde.
Es war ein Irrtum. Nie wieder, würde sie sich an diesem schönen kleinen Geschenk erfreuen können.Diese Erfahrung prägte sie neu, für ihr Leben.
Sie wurde eine alte Frau. Doch nicht verhärmt. Überall war sie beliebt und ein gern gesehener Gast. Für jeden hatte sie ein gutes Wort. Das Haus in dem sie immer alleine lebte, steht schon lange nicht mehr. Der Wind weht den Sand ungebremst hinaus in die Welt. Viele Jahre sprach sie in diesem Haus mit jungen verzweifelten Menschen aus dem ganzen Land. Half ihnen das Leben, trotz aller Niederschläge, zu lieben. Sagte ihnen das sie ihren Blick immer nach vorne richten sollen. Ihr Herz immer von der Sonne durchfluten zu lassen. Anzunehmen was geschah. Doch nie Herzlos zu werden. Anderen, aber vor allem sich selbst gegenüber. Am Gestern ließ sich nichts mehr ändern. Getan ist getan, erlebt ist erlebt. Aber es ist immer Platz für neues Leben. Für neues Glück.
Als eines Tages ein junges Pärchen das Grundstück am Strand erwarb. Eines abends kamen sie um sich alles in Ruhe anzuschauen. Als sie glaubten. hinter dem Wellen-rauschen, ein warmes pochendes Herz zu hören. Das ist unser Platz.Sagten sie. Und sie gründeten dort eine glückliche Familie. (Luke)

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56 Kommentare

  1. Einmal, die See war stürmisch, sah sie in der Herbstsonne etwas glitzern und funkeln……

    immer wenn nur irgendetwas funkelte, erfreute sie sich so sehr, dass auch ihre Augen zu funkeln begannen …

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  2. Hallo Frau Holle!
    Das ist eine echt schöne Idee von dir. Leider klappt es nicht so wie du dir das vorstellst. Ich kann deinen Beitrag nicht einfach weiterschreiben da es für uns kein ‚Bearbeiten‘ auf deinen Beitrag gibt. Wenn ich meinen eigenen Beitrag anklicke dann erscheint das Wort ‚Bearbeiten‘. Ich glaube so weit ist die Technik dann doch nicht. Oder man muss es in den Einstellungen ändern. Das kann ich mir aber nicht vorstellen. Frag mal den Thomas, er hat viel mehr Ahnung als wir.
    LG, Nati

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  3. ….Sie nahm es auf und erkannte das es eine kleine Glasscherbe war. Eine wunderschöne Glasscherbe, wie sie fand. Sie hielt die Scherbe Richtung Sonne und erkannte das es eine Herzform hatte. So etwas hatte sie noch nie gesehen. „Das werde ich mit nach Hause nehmen“, dachte sie und trat beschwingt den Rückweg an..
    .

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  4. Dieses Stückchen Glas das für sie so wertvoll war, machte diese Frau glücklich, sehr glücklich. War es wirklich ein Zeichen dafür, dass sich alles so erfüllen wurde, wie sie es sich oftmals schon ausgemalt hatte? Oder war es nur Wunschtraum und Wunschdenken? Von einer Sekunde auf die andere fühlte sie sich um Jahre zurückversetzt. Die Vergangenheit hatte sie schmerzvoll eingeholt …

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  5. … ein eisiger Schauer überkam sie, sie blickte sich um, doch niemand war da, nur sie allein…
    Allein?
    Sie fühlte es, ganz tief drinnen, so tief versteckt… konnte es nicht greifen, sehen nur fühlen, fühlen so wie das Herz in ihrer Hand. Das Herz, rief … es rief so laut, es rief in sie hinein so tief, nach innen und da fühlte sie die pulsierende Wärme die sich fast schmerzlich in ihre Haut brannte. So heiß, so kalt, alles auf einmal… so viel Gefühl… sie spürte es… sie fühlte es… sie hörte ein leises atmen… pulsierend fing es an zu glitzerleuchten und die Hitze, die der einst so kalte HerzStein ausstrahlte, war heißer als sie es aushalten konnte, mit entsetzten stellte sie fest, das das Herz fiel… doch „Nein“ schrie sie, „Nein“…

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  6. ich stimme zu –
    das ist die beste und unkomplizierteste Lösung Lösung dieses Projekts – wenn die Admins an der richtigen Stelle fortsetzend die laufende Geschichte einfügen 🙂
    … mal schau’n vielleicht fällt mir dazu was nettes ein … noch zögere ich – ist ein ungünstiger Zeitpunkt für mich einzuspringen 🙂
    lieb grüß zum Sonntag euch Lieben Leut’z
    die zuza

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  7. Genau in diesem Moment indem tief in ihrer Seele dieses „nein“ unbeschreiblich verzweifelt aufschrie, war alles wieder da. Der dumpfe Knall, der Geruch von Rauch, die Hitze des Feuers und … das Borsten des Glases …

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  8. ….als würde sie wieder in dem brennenden Haus stehen. Schrecklich, sie spürte förmlich die Hitze. „Nein“ schrie wieder ihre Seele. Und als ob nichts geschehen ist, stand sie wieder auf dem Weg zu ihrem neuen zuhause. Erleichtert lief sie weiter. Es war schon lange her das sie davon eingeholt wurde, dieses schreckliche Erlebnis. Sie dachte, sie hätte es überwunden. Dem scheint aber doch nicht so. „Hoffentlich kann ich ruhig schlafen“, dachte sie und tastete wieder nach der Scherbe in ihrer Tasche. Sie war dieses mal kalt, als ob nichts gewesen wäre….

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  9. Zuhause angekommen ging sie sofort in das Schlafzimmer und holte aus ihren Nachtkästchen, ihr mit rotem Samt bezogenes und mit Goldperlen besticktes Schatzkäschen hervor, in dem sie allerlei kleine Erinnerungsstücke sorgsam und liebevoll aufbewahrte. Andächtig, fast zärtlich öffnete sie es und ordnete den Inhalt mit einen Lächeln auf den Lippen und mit einem Strahlen in ihrem Gesicht. Dann nahm sie die herzförmige, glitzernde Glasscherbe aus ihrer Tasche. Hauchte einen Kuss darauf und legte diese zu den anderen Stücken in die samtbezogene Schatulle. Bevor sie diese wieder verschloss, nahm sie einen kleinen Zettel vom Schreibtisch und schrieb darauf: „ich werde dich immer in meinem Herzen haben!“ Diesen legte sie zu der gefunden Glasscherbe.

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  10. Sie liebte dieses Schatzkästchen, das schon etlichen wertvollen Erinnerungsstücken in sich Heimat gab…

    „Noch mehr jedoch liebst du das Unsichtbare, das mit diesen schönen kleinen Dingen in Verbindung steht, nicht wahr? Die damit verbundenen Erinnerungen der Freude, des Staunens über wundersame Fügungen, die vielfältigen Eindrücke der Liebe… “

    Ups! Woher kamen diese Worte…? Wer sprach da zu ihr?

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  11. ….. Betrachtete sie die Welt um sich herum durch diese Herzglasscherbe, sah diese völlig anders aus! Was wenn sie durch diese zurückblickte Was würde sich dann ändern. Gab es dort etwas, das sie durch sie sehen könnte, was sie ohne diese nicht sah? Wie einen Tropfen Blut, der in Bernstein eingeschlossen, durch verschiedene Blickwinkel immer anders aussah, aber immer Blut blieb? Was könnte sie dann sehen. Hatte sie dazu die Kraft?……

    Das ist mein Versuch. Vielleicht klappte es ja. Und wenn nicht, was muss ich tun?

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  12. ….Das wusste sie nicht. Wollte es in diesem Moment auch nicht wissen. Zu viel Kraft hatte alles gekostet, in letzter Zeit. Sie wollte jetzt etwas schönes erleben. Deshalb ging sie ins Wohnzimmer um ihre einzige Freundin anzurufen. Die Einzige die ihr geblieben ist in all den Jahren. Zuviele haben sich abgewandt als immer deutlicher wurde mit welchem Mann sie da zusammen war. Nichts konnten und wollten die „Freunde“ verstehen oder erdulden. Einfach abgewandt oder ausgewichen, anstatt zu helfen oder unterstützen. Nur Isabell hat sie immer verstanden. Immer zu ihr gehalten. Sie getröstet und ermutigt. Es tat so gut jemanden das Herz ausschütten zu können. Ohne boshafte Worte oder gar Beleidigungen zu hören. „Ach Isabell“, sagte sie und wählte freudig die Nummer….

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  13. Doch sie hatte kein Glück. Ihre Freundin war nicht zu Hause. Unschlüssig sah sie aus dem Wohnzimmerfenster auf das aufgewühlte Meer unter den zerrissenen Wolken. Sie stand neben dem Tisch auf dem ihr kleines Schmuckkästchen mit der Herzglasscherbe jetzt stand, das sie mitnahm um es zu betrachten, während sie mit ihrer Freundin telefonierte. „Ach Kindchen!“ hörte sie die zarte Stimme ihrer Ur-Großmutter die aus dem Kästchen zu kommen schien. „Du hast so viel Leid erlebt, so viel Bitterkeit, wende dich davon ab.!“ Oma? Zwei Kriege erlebte diese, und dennoch kannte sie ihre Urgroßmutter nie traurig. Nie haderte sie mit ihrem Schicksal. „Wende dich ab und lass nicht zu das dein Leben durch diese Bitterkeit verdorrt.“
    „Du hast schreckliches erlebt.“ Schicksal ist für alle da! sagte Urgroßmutter immer. Ihren Urgroßvater kannte sie nicht. Doch auch er versoff Haus und Hof. „Der besoffene Linke.“ Wie Urgroßmutter ihn immer nannte. Zwei mal habe sie ihn aus der Havel gezogen. Denn Urgroßmutter lebte in Berlin. Verbrachte so manche Nacht mit ihren Kindern im Bombenkeller.
    „Dein Herz will weiterleben, dein Blut warm durch die Adern fließen lassen. Bitterkeit macht dein Blut kalt un tötet dein Herz. Wenn du deinen Blick immer nur nach hinten richtest, vergisst du den Blick nach vorne. Lass dein Herz erblühen, das Vergangene vergangen sein. Lebe jetzt. Deswegen habe ich dir dieses Herz geschickt Damit es nicht vergisst! Lebe jetzt! Lass nicht zu, dass sie dich ganz zerstören und bekommen was sie wollen! Es ist DEIN Leben. Lebe es! Sieh dich um. All diese kleinen Wunder die dich umgeben. Geschehenes kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Doch kannst du deine Zukunft neu gestalten. Ich weiß es ist schwer, und dennoch verzeih. Lass sie alle gehen, lass sie los die dir schreckliches getan haben. Verzeih. Mein Kind. Verzeih vor allem dir selbst! Lebe. Du kannst es. Lebe!“ Sie hielt das kleine Glas aus Herz in ihrer Hand und flüsterte mit belegte Stimme „Oma? Und wusste, sie ist nicht allein…….

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  14. … Langsam tröpfelten omas Worte in ihre Gedanken…
    Sie wusste sie ist nicht allein, wehmütig auch ihr Blick über die kleinen schätze und sie Verstand…
    Verstand das ein erinnerungsleben kein zusammen sein, kein Leben ist nur ein vergangenes vermissen…
    Voller Herz schaute sie auf die Uhr, kramte die Vermisste Schönheit, samt mit heraus, grief nach Tasche und Schlüssel uns tanzte aus dem Haus…

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  15. …Sie wusste was jetzt zu tun war. Erneut ging sie zum Strand und suchte eine passende Stelle. Es sollte ein Platz sein wo nicht sofort irgend ein Kind oder Hund Löcher gräbt. Lange lief sie unschlüssig hin und her. Dann sah sie ein Stück Strand welches etwas in die Dünen hinein ging. Ja, das war die passende Stelle. Aufgeregt, mit pochendem Herzen fing sie an ein tiefes Loch zu graben. Es sollte nicht gefunden werden. Alles wollte sie dort, zusammen mit der herzförmigen Glasscherbe, vergraben. Alles, all ihr Kummer, ihre Wut auf diesen Mann, all ihre Angst, sollte dort vergraben werden. Immer tiefer grub sie, achtete nicht darauf wie schmutzig ihre Kleidung wurde. Endlich glaubte sie, die Tiefe erreicht zu haben. Sorfälltig legte sie die Scherbe mit all ihren Gefühlen hinein, verweilte ein wenig und füllte das Loch wieder mit der Erde und dem Sand. Erschöpft setzte sie sich auf dieser Stelle und wusste mit einem Mal das jetzt ihr Neubeginn starten würde. Lächelnd legte sie sich hin und schaute in den Himmel. Sie meinte dort oben ihre Oma nicken und lächeln zu sehen. Ja, sie hatte das Richtige getan.

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  16. Die Tage vergingen. Die Herzglasscherbe und die verwirrenden Umstände, unter denen jene in ihrem Leben auftauchte, schienen sich im Alltagsrauschen der verstreichenden Zeit aufzulösen. Der Herbst verfloß in kalten Nebeln, aus denen das klagende Schreien der Möwen erscholl, der Winter peitschte mit eisigen Stürmen die Kämme der Dünen und fegte Sand auf das Scherbengrab, der Frühling erwachte, da klingelte es an der Tür. Sie öffnete, vor ihr stand Bernd. Bernd, totgeglaubt, verschollen, wettergegerbt, die grünen Augen hinter halb geschlossenen Lidern blitzend – sie holte tief Luft, ihr Herz stand einen Moment lang still. Dann wich der Schrecken von ihr.

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  17. Abends, wenn die Welt still wurde, und sie an ihrem Lieblingsplatz auf der Veranda saß. Warm angezogen und eine heiße Tasse Tee in der Hand, sah sie hinaus aufs Meer. Dann kehrten ihre Gedanke zurück zu dem Kleinen Herz. Und zu dem was ihre Großmutter ihr im Geiste sagte. Das Meeres-rauschen begleitete ihre Gedanken. Und in dem an und abschwellen der See, meinte sie ein Herz schlagen zu hören. Es kam vom Strand. Dieses Herz, ihr Herz, ihre Gefühle, vor allem diese Wut, ihre Bitterkeit, wie es Großmutter nannte, in diesem dunklen, feuchten Loch zu begraben. War das wirklich richtig? Dort wo dieses wunderschöne Kleinod jetzt lag, gab es nur Dunkelheit. Kälte und Feuchtigkeit. War es das was ihr Herz umgab? So würde sie ein alte, verhärmte Frau werden. Würde vergessen was Wärme, was Herzlichkeit war. Das meinte ihre Großmutter sicher nicht. Oder das sie Menschen einfach die Tür vor der Nase zuschlug. Grenzen setzen, Dinge abschließen, ja! Aber nicht durch kälte und Gefühllosigkeit, Ablehnung? Nein!
    Nein das war nicht der richtige Weg sein Herz zu vergraben. Wo sollte das hinführen. Tote begrub man in der Erde.
    Es war ein Irrtum. Nie wieder, würde sie sich an diesem schönen kleinen Geschenk erfreuen können.Diese Erfahrung prägte sie neu, für ihr Leben.
    Sie wurde eine alte Frau. Doch nicht verhärmt. Überall war sie beliebt und ein gern gesehener Gast. Für jeden hatte sie ein gutes Wort. Das Haus in dem sie immer alleine lebte, steht schon lange nicht mehr. Der Wind weht den Sand ungebremst hinaus in die Welt. Viele Jahre sprach sie in diesem Haus mit jungen verzweifelten Menschen aus dem ganzen Land. Half ihnen das Leben, trotz aller Niederschläge, zu lieben. Sagte ihnen das sie ihren Blick immer nach vorne richten sollen. Ihr Herz immer von der Sonne durchfluten zu lassen. Anzunehmen was geschah. Doch nie Herzlos zu werden. Anderen, aber vor allem sich selbst gegenüber. Am Gestern ließ sich nichts mehr ändern. Getan ist getan, erlebt ist erlebt. Aber es ist immer Platz für neues Leben. Für neues Glück.
    Als eines Tages ein junges Pärchen das Grundstück am Strand erwarb. Eines abends kamen sie um sich alles in Ruhe anzuschauen. Als sie glaubten. hinter dem Wellen-rauschen, ein warmes pochendes Herz zu hören. Das ist unser Platz.Sagten sie. Und sie gründeten dort eine glückliche Familie.

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  18. Vielen Dank euch für die lieben Worte. Eigentlich wollte ich die Geschichte weiterschreiben… aber dann gingen meine Gedanken wo anders hin.
    Wie beginnt man denn hier eine neue Geschichte?? Eine Geschichte hätte ich nicht, aber einen Titel! „Der erste Schritt, oder eine ganz spontane Idee“ …. 🙂 Ist auch eine ganz spontane Idee! Alles liebe.

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