Gemeinsam schreiben: 3

Naomi saß singend an ihrem Webstuhl. Ihre schlanke Gestalt bewegte sich im Takt ihrer Arbeit. Wenn sich unter ihren Fingern, die Fäden zu den feinsten Geweben verflochten. Niemand im weiteren Umkreis, konnte schönere Stoffe zu weben. Blau war der Stoff dieses mal. Blau, wie des Himmels Dämmerstunde. In dieses Blau hineingewebt waren silberne Fäden. Die ihn glitzern ließ, wie von tausenden Sternen . Ein besonderes und wirklich wunderschönes Brautkleid würde es werden. Müde vom langen Tag. ließ sie ihre Hände in den Schoß sinken. Wie Vögel die sich flatternd niederließen, lagen sie in gelassener Ruhe dort.
Ihre Cousine Mildred sah sie an und fragte sie. „Warum machst du dein Brautkleid nicht leuchtend bunt, wie den frühen Morgen?“
„Weil ich die Abenddämmerung über alles liebe!“ antwortete Naomi. „Die Nacht ist die Stunde der Hoffnung. Aus ihr ensteht der neue Morgen. So will ich meinen Geliebten Jonas heiraten. Denn durch unsere Heirat wird etwas neues wachsen.“ Bald schon, war es so weit. Voller Freude unterhielten sie sich noch eine Weile. ……Luke Elljot – Autor

So in ihre Gedanken versunken ging sie durch den schmalen Feldweg nach hause. Wie sie es oft tat, summte sie eine leise Melodie, die aus ihrem Inneren kam , vor sich hin.
Diesmal waren es lange, tiefe Töne, die sich zu einer nahezu schwermütigen Tonfolge zusammen fanden…
Mit den Tönen brachte sie ihre Gefühle nach außen.Und da Gefühle wie ein stetiger sich wandelnder Strom niemals so bleiben wie sie sind, wenn sie nicht verschlossen werden und man ihnen das Fließen verwehrt, begann die Melodie sich nach einem Weilchen zu verändern: Höhrere Töne, leichtere Sequenzen wechelten sich mit den ruhigen ab… Es war wie ein sanftes Hüpfen in einem Reigen bunter werdender Farbtöne, die sie nun auch in der Natur wahrnehmen konnte, so dass Mildred nun auch ihren Weg in zunehmender Leichtigkeit weiter gehen konnte.
„Es ist wie es ist…“, dachte sie.
„Und es wird, wie es werden soll!“ dachte ES in ihr. „Warte mal ab…“
Und es fühlte sich an, als würde ihr von innen „jemand“ zu lächeln.Marina Kaiser

„Ja, es ist wie es ist.“ wiederholte sie ihre eigenen Worte. Mildred freute sich für Naomi. Und nichts konnte ihr diese Freude nehmen. Laut wiederholte sie einen Reim, den sie von ihrer Tante hatten.
„Lebe im heute tagtäglich wie in einem Fest.
Was einzig zählt ist immer nur das jetzt.“
Sie sah sich um. Über den Feldern, die in sanften Wogen vor ihr lagen, stand hoch die Sonne. Der Sommer herrschte, zusammen mit seinem Hofstaat. Den Farben und den Vögeln. Den flirrenden Insekten und der angenehmen Wärme. Da fiel ihr der junge Schreiner ein, der immer wieder Naomis Webstuhl reparierte. Oder etwas bei ihnen Zuhause auf ihrem Hof. Jedes mal brachte er ihr eine Blume, wenn sie sich sahen. „Für die liebenswerte Näherin“, sagte er dann immer. Bis jetzt traute sie sich nicht daran zu glauben. Erwiderte seine Avancen nicht. Doch ES lächelte in ihr. Morgen würde sie zusammen mit Naomi das Brautkleid nähen. Dann sahen sie sich wieder, und sie würde ihn nach seinem Namen fragen. Leise fing sie wieder an zu summen.Luke Elljot – Autor

In der Nacht träumte Mildred, dass sie im Wald beim Beeren-Suchen einem jungen Mann begegnete, dessen Gesicht sie nicht sehen konnte.
Er ging freundlich lächelnd auf sie zu und bot ihr seine Hilfe beim Pflücken an.
Sie wollte ihm antworten, doch aus ihrer Kehle kam kein Laut. Zu ihrer Bestürzung merkte sie, dass sie stumm war. Panisch veruchte sie ihrer Schwierigkeit mit hilflosen Gesten Ausdruck zu verleihen.
Der junge Mann blickte sie ärgerlich an und brummt: „Du hältst dich wohl für zu fein, mir eine Antwort zu geben, aber so fein bist du gar nicht! Schau dich nur mal an…!“
Bestürzt schaute sie an sich herab und bemerkte zu ihrem großen Entsetzen, dass sie lauter häßlich rote Flecken von zerquetschten Beeren auf ihrer Kleidung hatte.
Warum hatte sie das noch nicht bemerkt?
Warum konnte sie nicht sprechen?
Er deutete ihr Verhalten ja völlig falsch!
Wieder und wieder versuchte sie ihm zu sagen: „Ich will ja reden, ich fühle mich nicht zu fein dazu. Ich KANN es nicht! Es geht nicht! Ich weiß nicht warum! Ich kann nicht!“
Nach Luft ringend und die Worte stammelnd „Ich kann nicht!“ wachte sie am frühen Morgen aus ihrem Traum auf.
Die Sonne schien in ihr Zimmer und sie öffnete die Fenster weit. Tief atmete sie die würzige , frische Morgenluft ein und ließ ihren Gedanken freien Lauf…Immer wieder hatte sie ähnliche Träume. Doch heute spürte sie eine Kraft, die ihr zu rief: „Hör auf, dir von deiner Angst deine Lebendigkeit zerstören zu lassen. Mach einen neuen Schritt und sei es nur ein ganz kleiner!!! DAS LEBEN wird mit größeren Schritten auf dich zukommen – deine Seele will schließlich neue, heilende Erfahrungen machen, damit das Alte nach und nach erlöst werden kann. Glaub mir: du darfst dich trauen.“ (Marina Kaiser) 

Naomi indes, saß an ihrem Webstuhl und betrachtete ihre Arbeit. Sie raffte den noch formlosen Stoff zusammen und sah wie dieser wie der Sternenhimmel funkelte und glitzerte.Ihr Blick streifte durch das ärmliche Zimmer. All ihr Geld sparte sie dafür, diesen Stoff weben zu können. Musste deswegen in den letzten Wochen an allem sparen. Doch sie wollte sich mit nichts geringerem zufrieden geben. War doch Jonas ihr Seelenverwandter. Auch wenn ihr immer wieder gesagt wurde, das es zu viel sei. Für sie war es das mindeste. Und Morgen, so dachte sie, werde ich es mit Mildred nähen.
Naomi stand auf und begann ihr kleines Zimmer, das auch als Webstube diente, für die Nacht herzurichten. Stellte den Webstuhl an die Seite und hob die Ecken des Stoffes der so schön schimmerte vom Boden auf. Sie lebte von ihrer Webkunst. Was bedeutete, das so lange sie an ihrem Stoff arbeitete,sie selber nichts einnahm. Es war Abend geworden und versonnen betrachtete Naomi die rosafarbenen Wolkenstreifen am dämmernden blaßgelben türkisfarbenen Himmel.
Selten waren diese Zeiten der Ruhe in all der Verwirrung und der Irrungen. Als sie draußen die heiseren Stimmen verschiedener Männer hörte. Plötzlich flog die Tür auf und Jonas stand mit einem Priester in der Tür. „Naomi, mein Engel. Wir müssen heiraten, jetzt.“
Ohne weiter nachzudenken, legte sie den Stoff um sich, wie einen weiten Mantel. So das er eine Weite Kapuze um ihr Haupt bildete. Dann trat der Priester zwischen beide und sie versprachen sich in Ewigkeit die Treue.
Jonas nahm ihre beiden Hände in die seinen und sagte. „Mach dir nicht zu viele sorgen Naomi. Wir werden uns wiedersehen. Die Stadtwache ruft alle Waffenfähigen Männer um die Mauern zu halten. Es ist eine reine Vorsichtsmaßname. Der Wall ist hoch, und wir sind viele. Dann waren er und der Priester wieder weg. Immer noch in ihren Stoff gehüllt, stand Naomi sprachlos, mit offenem Mund da. Die Stimmen wurden wieder leiser, und dann war es wieder ruhig. Die Dunkelheit der Nacht umschloss sie..(Luke Elljot – Autor). Schließlich zündete sie eine Kerze an und betete für ihren Liebsten und überhaupt für einen baldigst eintretenden Frieden. Seltsam ruhig ging sie zu Bett mit dem Gedanken: „Ich habe getan, was ich tun konnte, habe es alles in die Hand des Allerhöchsten gelegt. Natürlilch habe ich mir meine Hochzeitsnacht anders vorgestellt, aber ich weiß, die Liebe liegt mit mir in diesem Bett, wenn auch nicht körperlich, aber unsichtbar ist sie total fühlbar!“ Eingehüllt in diese Gedanken glitt sie in die Welten der Nacht….(Marina Kaiser) Dort stand sie unter wunderschönen Kirschbäumen, die sich in voller Blüten befanden.
Auf sanften Hügeln standen diese, so weit das Auge reichte. Als sie sich umsah, konnte sie in der ferne Jonas erkennen und eilte auf ihn zu. Sie rief immer wieder seinen Namen, doch kam sie ihm keinen Schritt näher. Die Verzweiflung wuchs, und schließlich blieb sie stehen. Über all um sie herum vielen die Blütenblätter herab. Es waren so viele Blüten, das der Boden aussah wie Schnee. Alles war so friedvoll. Sehnsüchtig sah sie zu ihm. „Ich komme wieder.“
„Naomi?“ es war Mildred. „Komm. Es wird Zeit! Komm, komm schon.“..(Luke Elljot – Autor)..Verwirrt öffnete Naomi die Augen und fand nur langsam in den Tag. Da war doch was… Ach ja! Wie eine schwere Wolke legte sich die Erinnerung an die schnell durchgeführte Hochzeit über ihr Gemüt.
„Wir brauchen das Kleid nicht mehr zu nähen, Mildred…“
Tränen rannen aus ihrem Gesicht.
Erschrocken nahm die Freundin sie in die Arme, während sich Kummer, Sorge, Angst und Schreck nun in hefigem Weinen den Weg nach außen bahnten.….(Marina Kaiser)

 

 

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23 Kommentare

  1. So in ihre Gedanken versunken ging sie durch den schmalen Feldweg nach hause. Wie sie es oft tat, summte sie eine leise Melodie, die aus ihrem Inneren ka , vor sich hin.
    Diesmal waren es lange, tiefe Töne, die sich zu einer nahezu schwermütigen Tonfolge zusammen fanden…
    Mit den Tönen brachte sie ihre Gefühle nach außen.Und da Gefühle wie ein stetiger sich wandelnder Strom niemals so bleiben wie sie sind, wenn sie nicht verschlossen werden und man ihnen das Fließen verwehrt, begann die Melodie sich nach einem Weilchen zu verändern: Höhrere Töne, leichtere Sequenzen wechelten sich mit den ruhigen ab… Es war wie ein sanftes Hüpfen in einem Reigen bunter werdender Farbtöne, die sie nun auch in der Natur wahrnehmen konnte, so dass Mildred nun auch ihren Weg in zunehmender Leichtigkeit weiter gehen konnte.
    „Es ist wie es ist…“, dachte sie.
    „Und es wird, wie es werden soll!“ dachte ES in ihr. „Warte mal ab…“
    Und es fühlte sich an, als würde ihr von innen „jemand“ zu lächeln.

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  2. „Ja, es ist wie es ist.“ wiederholte sie ihre eigenen Worte. Mildred freute sich für Naomi. Und nichts konnte ihr diese Freude nehmen. Laut wiederholte sie einen Reim, den sie von ihrer Tante hatten.
    „Lebe im heute tagtäglich wie in einem Fest.
    Was einzig zählt ist immer nur das jetzt.“
    Sie sah sich um. Über den Feldern, die in sanften Wogen vor ihr lagen, stand hoch die Sonne. Der Sommer herrschte, zusammen mit seinem Hofstaat. Den Farben und den Vögeln. Denn flirrenden Insekten und der angenehmen Wärme. Da viel ihr der junge Schreiner ein, der immer wieder Naomis Webstuhl reparierte. Oder etwas bei ihnen Zuhause auf ihrem Hof. Jedes mal brachte er ihr eine Blume, wenn sie sich sahen. „Für die liebenswerte Näherin, sagte er dann immer. Bis jetzt traute sie sich nicht daran zu glauben. Erwiderte seine Avancen nicht. Doch ES lächelte in ihr. Morgen würde sie zusammen mit Naomi das Brautkleid nähen. Dann sahen sie sich wieder, und sie würde ihn nach seinem Namen fragen. Leise fing sie wieder an zu summen.

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  3. In der Nacht träumte Mildred, dass sie im Wald beim Beeren-Suchen einem jungen Mann begegnete, dessen Gesicht sie nicht sehen konnte.
    Er ging freundlich lächelnd auf sie zu und bot ihr seine Hilfe beim Pflücken an.
    Sie wollte ihm antworten, doch aus ihrer Kehle kam kein Laut. Zu ihrer Bestürzung merkte sie, dass sie stumm war. Panisch veruchte sie ihrer Schwierigkeit mit hilflosen Gesten Ausdruck zu verleihen.
    Der junge Mann blickte sie ärgerlich an und brummt: „Du hältst dich wohl für zu fein, mir eine Antwort zu geben, aber so fein bist du gar nicht! Schau dich nur mal an…!“
    Bestürzt schaute sie an sich herab und bemerkte zu ihrem großen Entsetzen, dass sie lauter häßlich rote Flecken von zerquetschten Beeren auf ihrer Kleidung hatte.
    Warum hatte sie das noch nicht bemerkt?
    Warum konnte sie nicht sprechen?
    Er deutete ihr Verhalten ja völlig falsch!
    Wieder und wieder versuchte sie ihm zu sagen: „Ich will ja reden, ich fühle mich nicht zu fein dazu. Ich KANN es nicht! Es geht nicht! Ich weiß nicht warum! Ich kann nicht!“
    Nach Luft ringend und die Worte stammelnd „Ich kann nicht!“ wachte sie am frühen Morgen aus ihrem Traum auf.

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  4. Liebe Regine. Warum schreibst du denn eigentlich nicht alleine. Du gibst doch die Richtung vor. Du schreibst von „häßlichen „Ding“ das deswegen keiner will – oder

    „Wer wollte schon so ein häßliches Ding wie sie heiraten?“ – und stattlichen Bäuchen

    Marina und ich versuchten einfach eine schöne Geschichte zu schreiben. Ich bin nur bei dem eingestiegen. Zugegebenermaßen provokant.
    Der Beginn sollte einfach mal so, eine Geschichte sein, Ohne Brände oder schweren Depressionen, prügelnde Männer und und und. Natürlich ist das auch ein Teil der Realität. Aber nicht immer.
    Wenn es letztendlich immer darauf hinausläuft, werde ich mich zurückziehen. Luke

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      • Weder sollst du deine Beiträge rausnehmen, noch hast du mich verärgert. Das steht mir überhaupt nicht zu. Lass doch die anderen einfach mitschreiben. Miteinander. Das ist schwer wenn du so krasse Aussagen setzt. Es ist sehr wichtig gewisse Dinge anzusprechen. Dafür gibt es genug Foren. Etwas modifizierter, etwas moderater. Ich verstehe es nicht. Oder lass uns eine Geschichte genau darüber schreiben wenn es raus muss. Wenn es so wichtig ist für dich!!. Über Abgründe, schlimme Schicksale! Mach bitte weiter! Die Idee ist klasse und ich bin gerne dabei! Ich hoffe sehr ich habe jetzt nichts schlimmes geschrieben. Gaanz Liebe Grüße Luke!

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      • Nein, Du hast nichts schlimmes geschrieben. Ich bin nur überrascht über Deine Reaktion. Du hast meine Beiträge anders aufgefasst, als sie von mir gemeint waren. So etwas kommt vor. Ich weiß nicht, welche Aussagen zu krass für Dich waren. Aber darüber können wir uns vielleicht unter regine-52@web.de auseinandersetzen, wenn es noch nötig ist. Ich werde in dieser Geschichte nicht mehr mitwirken, weil ich nicht mit einer inneren Schere im Kopf schreiben möchte. Und die hätte ich hier auf jeden Fall. Die Geschichte Nr. 3 gehört Euch und ich bin gespannt, wie es weitergeht! Vielleicht treffen wir uns in der Geschichte 4 wieder, wenn es passt!

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      • Liebe Regine,
        ich fände es auch schade, wenn du dich jetzt raus nimmst. Gerade die unterschiedlichen Facetten machen doch das gemeinsame Schreiben auch so spannend und die Geschichte dadurch lebendig.
        Mir persönlich war es nicht zu hart.
        Wir haben ja auch die unterschiedlichsten Stimmen und Gefühlsfärbungen alle in uns.
        Ich will dich keinesfalls unter Druck setzen aber von Herzen sagen : „Ich freu mich, wenn du auch hier mit weiterstrickst!“
        Da ich diesen Blog ja erst kürzlich gefunden habe, ist mir die ganze Dynamik hier natürlich noch nicht so ganz klar. Das sind eben nur meine Gedanken.
        Ganz herzlich grüßt euch alle
        Marina ❤

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    • Liebe Marina, ich danke Dir herzlich! Der Blog ist ja noch ziemlich neu und „Gemeinsam schreiben“ ein Experiment. Für diesen Text bin ich jetzt einfach zu verunsichert, um mit guten Gefühlen weiter mit zu schreiben, aber im nächsten bin ich dann wieder dabei. Denke ich. Ich würde mir aber sehr wünschen, dass Ihr und andere die Geschichte weiterbringt. Sie hängt jetzt so in der Luft und die Mädels sollen doch noch glücklich werden, oder? Liebe Grüße und schön, dass Du dabei bist! Regine

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  5. Ich kann das nicht so stehen lassen und möchte es noch einmal erklären.
    Ich war ebenso entsetzt und wusste damit nichts anzufangen, da es auch bei den anderen Geschichten, sofort immer in irgendwelche schrecklichen Gedanken / Dramen abgleiten musste und nicht einfach mal , von mir aus, prosaisch/poetisch oder was auch immer, aber einfach mal schön bleiben konnte. Selbst hier, bei dieser Geschichte ging es sofort um ein „häßlichen Ding“ mit „dickem Bauch“ das deswegen keiner will, noch bevor sich überhaupt eine Geschichte entwickeln konnte. Was jetzt keiner mehr lesen kann. Das verstehst du nicht? In der eigentlich wundervollen Geschichte mit der Herzscherbe? Prügelnde Männer, brennende Häuser Depressionen etc. etc.
    Spontan ein erster schritt! – Fantastische Welten und Spaß – schweres depressives einschließen im Bad, die Decke über den Kopf. Das ist einfach nicht meine Welt. Ich wollte wenigstens einmal die Chance haben ganz normal zu schreiben und mich nicht immer in diesen Abgründen wiederfinden. Das war meine Schere im Kopf. Natürlich kann man darüber schreiben. Aber doch nicht jedes mal und bei jeder Gelegenheit. . Als ich zuletzt meine eigene Fortsetzung geschrieben habe, habe ich mich lediglich so angepasst, wie das alles bei mir angekommen ist.
    Alles liebe und Gute. Und gebt Naomi die Chance ihr Brautkleid wenigstens einmal zu tragen. Alles Liebe euch und viel Spaß Luke.

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    • Ich verstehe. Jeder Mensch ist verschieden, jeder setzt unterschiedliche Schwerpunkte, im Leben und im Schreiben. Wir sind offensichtlich auf völlig verschiedenen Ebenen. Da hat dann auch das Wort „Normal“ eine unterschiedliche Bedeutung. Ich finde, ich schreibe auch normal, obwohl ich dieses Wort eigentlich nicht mehr nutze. Nein, das müssen wir jetzt nicht diskutieren.
      Eine freundliche Bitte zu Beginn, mich aus diesem Text rauszuhalten, hätte allerdings völlig ausgereicht.
      Schönes Wochenende und vielleicht schreibst Du ja doch hier weiter? Regine

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  6. Hallo, ihr Lieben,
    ich glaube, so ein gemeinsames Schreiben – das ist auch unter anderem eine Herausforderung , ein Abenteuer, jedes Mal ein Wagnis und etwas, das viel gegenseitige Akzeptanz und HIngabe an den nicht planbaren Prozess des Ganzen erfordert.

    Ich verstehe dein Gefühl von Verunsicherung gut, liebe Regine. Schade, dass deine Beiträge in dieser Geschichte nun weg sind – dieses Gefühl teile ich mit dir , Luke Elljot.

    Aber ich kann deinen spontanen IMpuls, es zu löschen, auch nachvollziehen, Regine.

    Und nun sehen wir, wie es (gut) weitergehen kann für unsere liebenswerte Heldin… Ich geh mal einen kleinen Schritt noch weiter in der Geschichte.

    Die Sonne schien in ihr Zimmer und sie öffnete die Fenster weit. Tief atmete sie die würzige , frische Morgenluft ein und ließ ihren Gedanken freien Lauf…Immer wieder hatte sie ähnliche Träume. Doch heute spürte sie eine Kraft, die ihr zu rief: „Hör auf, dir von deiner Angst deine Lebendigkeit zerstören zu lassen. Mach einen neuen Schritt und sei es nur ein ganz kleiner!!! DAS LEBEN wird mit größeren Schritten auf dich zukommen – deine Seele will schließlich neue, heilende Erfahrungen machen, damit das Alte nach und nach erlöst werden kann. Glaub mir: du darfst dich trauen!“

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    • Ich danke Dir sehr für Deinen Kommentar, liebe Marina! Und natürlich für den Textbaustein. Nein, es ist alles nicht so einfach. Ich würde auch gerne im nächsten Text das Wagnis weiter wagen! Herzliche Grüße und ich wünsche mir sehr, dass diese Geschichte weiter geht. Es sollte nicht an der Unstimmigkeit zwischen zwei Personen scheitern! Regine

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  7. Naomi indes, saß an ihrem Webstuhl und betrachtete ihre Arbeit. Sie raffte den noch formlosen Stoff zusammen und und sah wie dieser wie der Sternenhimmel funkelte und glitzerte.Ihr Blick streifte durch das ärmliche Zimmer. All ihr Geld sparte sie dafür, diesen Stoff weben zu können. Musste deswegen in den letzten Wochen an allem sparen. Doch sie wollte sich mit nichts geringerem zufrieden geben. War doch Jonas ihr Seelenverwandter. Auch wenn ihr immer wieder gesagt wurde, das es zu viel sei. Für sie war es das mindeste. Und Morgen, so dachte sie, werde ich es mit Mildred nähen.
    Naomi stand auf und begann ihr kleines Zimmer, das auch als Webstube diente, für die Nacht herzurichten. Stellte den Webstuhl an die Seite und hob die Ecken des Stoffes der so schön schimmerte vom Boden auf. Sie lebte von ihrer Webkunst. Was bedeutete, das so lange sie an ihrem Stoff arbeitete,sie selber nichte einnahm. Es war Abend geworden und versonnen betrachtete Naomi die rosafarbenen Wolkenstreifen am dämmernden blaßgelben türkisfarbenen Himmel.
    Selten waren diese Zeiten der Ruhe in all der Verwirrung und der Irrungen. Als sie draußen die heiseren Stimmen verschiedener Männer hörte. Plötzlich flog die Tür auf und Jonas stand mit einem Priester in der Tür. „Naomi, mein Engel. Wir müssen heiraten, jetzt.“
    Ohne weiter nachzudenken, legte sie den Stoff um sich, wie einen weiten Mantel. So das er eine Weite Kapuze um ihr Haupt bildete. Dann trat der Priester zwischen beide und sie versprachen sich in Ewigkeit die Treue.
    Jonas nahm ihre beiden Hände in die seinen und sagte. „Mach dir nicht zu viele sorgen Naomi. Wir werden uns wiedersehen. Die Stadtwache ruft alle Waffenfähigen Männer um die Mauern zu halten. Es ist eine reine Vorsichtsmaßname. Der Wall ist hoch, und wir sind viele. Dann waren er und der Priester wieder weg. Immer noch in ihren Stoff gehüllt, stand Naomi sprachlos, mit offenem Mund da. Die Stimmen wurden wieder leiser, und dann war es wieder ruhig. Die Dunkelheit der Nacht umschloss sie.

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  8. Schließlich zündete sie eine Kerze an und betete für ihren Liebsten und überhaupt für einen baldigst eintretenden Frieden. Seltsam ruhig ging sie zu Bett mit dem Gedanken: „Ich habe getan, was ich tun konnte, habe es alles in die Hand des Allerhöchsten gelegt. Natürlilch habe ich mir meine Hochzeitsnacht anders vorgestellt, aber ich weiß, die Liebe liegt mit mir in diesem Bett, wenn auch nicht körperlich, aber unsichtbar ist sie total fühlbar!“ Eingehüllt in diese Gedanken glitt sie in die Welten der Nacht….

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  9. Dort stand sie unter wunderschönen Kirschbäumen, die sich in voller Blüten befanden.
    Auf sanften Hügeln standen diese, so weit das Auge reichte. Als sie sich umsah, konnte sie in der ferne Jonas erkennen und eilte auf ihn zu. Sie rief immer wieder seinen Namen, doch kam sie ihm keinen Schritt näher. Die Verzweiflung wuchs, und schließlich blieb sie stehen. Über all um sie herum vielen die Blütenblätter herab. Es waren so viele Blüten, das der Boden aussah wie Schnee. Alles war so friedvoll. Sehnsüchtig sah sie zu ihm. „Ich komme wieder.“
    „Naomi?“ es war Mildred. „Komm. Es wird Zeit! Komm, komm schon.“

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    • Verwirrt öffnete Naomi die Augen und fand nur langsam in den Tag. Da war doch was… Ach ja! Wie eine schwere Wolke legte sich die Erinnerung an die schnell durchgeführte Hochzeit über ihr Gemüt.
      „Wir brauchen das Kleid nicht mehr zu nähen, Mildred…“
      Tränen rannen aus ihrem Gesicht.
      Erschrocken nahm die Freundin sie in die Arme, während sich Kummer, Sorge, Angst und Schreck nun in heftgem Weinen den Weg nach außen bahnten.

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