verloren gegangene Achtsamkeit

Diese Kurz-Geschichte ist teils aus dem Leben gegriffen – teils meiner Gedankenwelt entsprungen – immer dann wenn ich nach Mitternacht mit meinen beiden Miauzen zu einem Spaziergang losziehe – drehe ich in meiner Runde die *Acht* die Zahl der Unendlichkeit –  Klare frische Luft … begleitet vom Schein der Mondphasen weckt Lebens- und Ideengeister – Sträucher werden zu Gestalten und Bäume zu Giganten

Die verloren gegangene Achtsamkeit

Name:  * L e o * …… seine Eltern nannten ihn schlicht *Leo*

Stark – mächtig und stolz wie ein imposanter Löwe sollte Leo werden

Seine Charaktereigenschaften entwickelten sich stark tendierend zu einem prägnanten -etwas eigensinnigen Knaben – seine Eltern widmeten Leo viel Geduld – Liebe und Achtsamkeit in seine Erziehung

Leo ging seinen halbwegs humanen Weg … mit all seinen Stärken und Schwächen – Enttäuschungen und Freuden – Schule – HS – Studium

Inzwischen erwachsen … sozusagen seit Ewigkeiten Volljährig – zumal ihn das Datum der archivierten Geburtsurkunde daran erinnerte

Leo konnte seinen Wissensdurst niemals zur Genüge stillen –  so vergrub er sich merklich tief in die stille … aber doch bewegte Bücherwelt – dabei vergaß er – das eine andere Welt außerhalb der Bibliothek und Bücherregale noch existierte – die reale Welt der Gutgesinnten – der langjährigen Freunde – der lachenden und fröhlichen Kindergesichter … der weinenden Mütter die Trost suchten –  das Teilhaben am alltäglichen sozialen Umfeld … die Melodie der schönen Erlebnisse zu assoziiren

das liebliche Erwachen der Liebe …

der zwitschernden Vögel – summenden Bienen – und der Wiesen duftender Blumen … wenn der Himmel weinte und die Sonne dabei  lachte  … herrlich bunt gemalte Regenbögen mit kleinen schaukelnden Elfenkindern auf den Regentropfen

Es war kaum Zeit für eine Herzens-Beziehung – in Leo verkümmerte langsam das Gefühl des geliebten inneren Kindes – das Kuschelbedürfnis — Liebe und Achtsamkeit zu sich selbst hafteten als bitter fad gewordener Geschmack auf der Zunge

Leo funktionierte als lebendes Bücherregal – breitstirnig verschlang er Seite für Seite wie ein gieriger Wolf – engstirnig  jedoch keinen Blick nach rechts oder links werfend – im Zenit stand nur dieses eine Prioritäten Pflichtkommando – sein Ziel im Auge zu behalten – die Achtsamkeit kraftlos im fahlen Licht eines Grauschleiers überzogen – traurig … ganz hinten anstehend  –

Es war bei Leo nur eine Frage der Zeit … einen unumgänglichen Wandel in seine Denkweise und Lebens Strukturen hinein zu bringen   …  und es passierte etwas auf höher geistiger Ebene …

*Ein irgend etwas* – für Leo ein undefinierbares Empfinden  – dieses *irgendetwas* verschlang Leos Körper und schob ihn in einen grauen Schattenkanal – er näherte sich einer lichten kleinen Öffnung – war es ein Schlüsselloch? –  ja …  ein eisernes Tor sprang auf – Leo bewegte sich in das entgegen kommende Ungewisse –

Er schwebte als unscheinbar schwach reflektierende Kreatur eine Straße entlang – hier und da blitzten Trugbilder auf – das Grau in Grau prägte die Gesamtszene die sich vor ihm plötzlich auftat – farblos von faden Impulsen gezeichnet … wo sind die leuchtenden Farbspiele und Glanzlichter unserer Erde geblieben? – es huschten Gestalten maskenhaft ohne erkennbaren Gesichtern vorbei – an der blattlosen Baumallee hingen eingesponnene graue Kokons wie Eiszapfen herunter – – –  ein Fuhrwerk raste achtlos auf Leo zu –  er war schweißgebadet blutlos verwundet worden – wo befand sich Leo? – was signalisieren diese wechselnden Szenarien in ihrer Bedeutung? Wo ist sein Haus sein Zimmer – die Stadt in der er wohnte? … und wo sind seine Eltern? – seine geliebten Bücher? all seine Freunde und Gutgesinnten?  wo die grünen Wiesen – die bunten Blumen – wo die fließenden Bächlein und Wälder – vergessen und verloren gegangen in seiner klein gewordenen Welt der fatalen Unachtsamkeit !?

Leo rief verzweifelt nach der Liebe und der verschollenen Achtsamkeit … diese düstere graue Stille ließ jegliches Rufen verstummen – es schnürte ihm fast die Kehle zu – niemand hörte ihn – eine unheimliche Totenstille –  Es gab keine Fragen ! – es gab keine Antworten ! es gab nur eine Scheinexistenz – – – Zombie ähnliche Gestalten trotteten an Leo vorbei – wie in einem *science fiction Film* ein monotoner schriller Pfeifton durchbrach diese Stille … diese Schallwellen transformierten Leo geistig zurück zum ersehnten Erkennungspunkt der Empathie

Ein unscheinbar schwaches Licht tat sich in der Ferne auf – der Hoffnungsschimmer tauchte auf  – gab Leo noch ein Quäntchen einer Chance aus dieser unerträglich grauen Ebene heraus zu brechen – er schwebte mit der Liebe – der Hoffnung und der Achtsamkeit wieder in den Kanal der Stille zurück … geradewegs zum Schlüsselloch dem winzigen Licht entgegen  – das große Tor der Erkenntnis sprang auf … eine für Leo von Wunderlichtern durchflutete bunte Welt öffnete sich vor seinen Augen …

*Das irgend etwas* das Leo einst verschlang – warf  Leo wieder zu jenem Ort in der Bibliothek zu den Bücherregalen zurück  – zu dem Ort der *achtsamen Unachtsamkeit*

Leo stand fassungslos da – betastete seine Körperhülle –  seine Kleidung – ja er war es – – War es nur ein Traum oder Illusion? Leo rannte … noch immer fassungslos aber glücklich …  aus der Bibliothek auf die Straße hinaus – umarmte lachend die Passanten die ihm ein erstauntes Lächeln zurück schenkten – er trällerte und hüpfte Dreikäsekästchen – setzte sich lächelnd auf eine Bank neben einer älteren Dame vor dem Flussufer – und lauschte einem fernen Glockenspiel – Leo schenkte einem roten kleinen Käfer faszinierend seinen achtsamen Blick – dem Wind … der durch die Bäume sanft durchs bewegte Blattwerk wehte – den Turteltauben … die tänzelnd und gurrend  ihre Aufmerksamkeit für einander zeigten – beobachtete die fliehenden ‚Wolkenschäfchen am Himmel –

*ach… das ist unsere herrliche Welt* – dachte Leo zufrieden im Stillen … das geliebte innere Kind wieder gefunden zu haben – nichts geht im Unterbewusstsein verloren – – –  nichts gerät für immer in Vergessenheit!

Neugierde und Achtsamkeit lässt sich gut miteinander harmonisch verbinden – wach sein zu jeder Leidenschaft – der Same der Weisheit besteht aus der Achtsamkeit und formt so die eigene Wahrnehmung des Erlebens und des Lebens –  das Wunderbare zu fühlen und zu sehen.

Ich hoffe meine kleine Geschichte über die verlorene Achtsamkeit findet aufmerksame Leser/innen – sie ist zwar noch nicht ausgereift – es fehlen Informationen zu Leo’s Gefühlsebene – das letztendlich zum empathischen Wandel  beigetragen hatte – sein soziales Umfeld im *Glücklichsein* auch mit dem Herzen zu sehen  und zu teilen. Punkt !

sonnig warme Grüße –  die zuzaly -Namasté

Fotoquelle: selbst – Honigbiene im Herz-Stempel der Clematis Blüte

 

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