*Such-Stationen*

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Arielle und Ich

Rastlos schon als kleines Fischkind irrend umher geschwommen
die Gefahr im Meeres Labyrinth nicht hatte gleich erkannt –
so manchem Höhlenort dem sicheren Tod entkommen
mein Zuhause mir ward nichtssagend und unbekannt …
wo waren Mutter … Vater – meine Kameraden?
die mich schützend umsorgten – niemals wollten schaden
mit dem Strom der Wellen – ins Unendliche entronnen

von Giganten als fette Beute gejagd – um Hilfe gerungen
als Leckerbissen sah mich fast schon verschlungen
im Schlund der Meeresräuber schlürfend aufgesogen
ich suchte traurig hier – suchte dort auf allen Ziel Stationen
nach Mutter-Vater lieben Freunden – vergebens ihnen zu folgen
im Reich der tiefsten Höhlen unbekannter Meeres-Regionen

hier und dort nur kurz als kleiner Gast enttäuscht verweilt –
nur schwimmend flugs so dahin geeilt
gefräßige Monster führen mich ins unwegsame Verderben
verzweifelt – resigniert – fest entschlossen mutlos zu sterben
müde – kraftlos mein Seelchen – ohne Leuchtkraftschleifen …
gestrandet unterm Stein – schluchzend im Traum so dahin geschlafen

als aus den NICHTS erschien ein wundersames schönes Wasserwesen –
sanft mich an sich nahm mit herzlichem entzücken
ohne unsanft mich dabei zu erdrücken
gestreichelt und liebkost – Gefühltes nie war dagewesen

*Darf ich bei Dir bleiben* darf ich mit dir glücklich sein*
tollen – lachen – frei lebendig sich bewegen – Purzelbäume schlagen
*ich bin Arielle die kleine Meerjungfrau*  – und Du bist nun Mein*
*fortan mein kleiner Fisch werde für dich Sorge tragen*
*kein monströser Stress … kein Untier wird am Fischlein mehr nagen

lasst uns erkennen kleine Wunder – erleben neue Abenteuer –
gesunder Instinkt – und guter Rat sind keine Ungeheuer
lasst uns erkunden schöne Plätze und Stationen –
sie gehen fast in die Millionen
besuchen treu ergebene Freunde … ohne verlieren vieler Worte
der allergeheimsten – meiner geheimen Lieblingsorte

meiner Herz-Stationen

diese kleine Anekdote entsprang aus der Realität einer kleinen Seele auf der Suche nach seinen Eltern und einem Leben im Schutz der Gemeinschaft  … es traf unerwartet auf heikle Situationen – dabei erfuhr es deutlich Gefahren zu erkennen und ihnen aus dem Wege zu gehen – durch die angeborenen Fluchtreflexe diese Angst zu bewältigen um zu überleben

red fish

Ich liebe diesen Song – es erzählt eine beschwingte Liebesgeschichte – doch im Mittelpunkt steht stets ihr kleiner roter Fisch

zweite Bildquelle: arielle-art-painting – copyright by Sophia

Autor: zuzaly – copyright

 

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9 Kommentare

  1. Hallo ihr Lieben
    ich sollte zu meiner Geschichte unbedingt hinzufügen – das ich dieser kleine umher irrende Fisch (im zarten Alter von 5 Jahren) aus diesen Lebens-Stationen mich als Mittelpunkt-´in Szene gesetzt habe ) da war noch meine Bruder – der in dieser Geschichte jedoch nicht erwähnt wurde …

    Nach dem Krieg war es in Bayern Gang und Gebe – den Eltern ihren Kindern zu entziehen – dafür benötigten die Behörden keinen ersichtlichen Grund … amerikanische elternlose reiche Paare suchten polnische Geschwisterpaare für eine Adoption – und so landeten wir bei solch einer Familie (mein Bruder und ich)
    Wir wurden von einer schwarzen Limousine mit Chauffeur abgeholt und von Amberg nach Regensburg gebracht … ich schluchzte den ganzen Weg – uns erwartete eine große Villa mit vielen Bediensteten –

    was mich jedoch als Kind sehr schockierte – auf die Frage: *wo denn meine Eltern wären … und warum wir hier bei Fremden Leuten – deren Sprache wir nicht verstehen – wohnen müssten* eine deutsch-sprechende Küchenmamsell antwortete darauf: **Eure Mutter hat Euch verkauft* Es zerbrach eine Welt für mich

    Es war ein harter langer Weg durch viele Zwischen-Stationen – bis meine Mutter mich wieder in die Arme schließen durfte – Sie hat uns nie aufgegeben und gekämpft bis zur letzten Instanz – mein Vater hatte kein eigenes Elternrecht – meine Eltern führten zu den damaligen Zeiten eine wilde Ehe und das galt als unzüchtig – eine Lebensgemeinschaft ohne Trauschein – der Vormund war das Jugendamt

    Ich bin dabei … über meine aufregend schönen und unliebsam schmerzlichen Lebensstationen eine Autobiographie zu schreiben –

    seid lieb gegrüßt von zuzaly 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. nicht nur das … ich kramte aus meinem Langzeit-Gedächtnis eine Verzweiflungs-Aktion hervor – die ich als Knirps tatsächlich unternommen hatte … bestimmte Stationen im Leben bleiben für immer im Unterbewusstsein haften –
    ich lockte einen wildfremdem Menschen von der Straße in die Villa und bat um Hilfe meine Mutter zu suchen … er sprach sogar polnisch – ich nannte den Namen meiner Mutter … er versprach mir zu helfen …(oder wollte mich nur trösten) es befand sich nur das Hauspersonal im Haus – sodaß dieser Mann alsbald mit Informationen über uns Kinder bald wieder das Haus verließ … seitdem war das hintere Tor – mit einer langen Treppe nach unten führend zur Straße immer verschlossen
    lg die zuzaly 🙂

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  3. Es gibt da noch mehr solche Geschichten – habe mich zu Fuß aufgemacht meine Mutter zu suchen … sie befand sich in einem Santorium für Lungenkranke in der Nähe eines Kinderheimes …. fast hätte ich es geschafft

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    • liebe Nati
      Manchmal lassen sich Entscheidungen nicht rückgängig machen – sowie sich Uhren nicht mehr zurück drehen lassen – es hängen so viele negative Erinnerungen … wie überreife Birnen auf dem Lebensbaum – und plumps donnern sie alle auf einmal wie kleine Bomben herunter – du versuchst sie alle einzusammeln – doch es werden immer mehr – letztendlich stehen 10 große Körbe vor dir – die du niemals schaffst selbst zu verarbeiten.
      *eine Nacht oder zwei darüber schlafen* ordnet Geist und Sinne 🙂
      LG die zuza 🙂

      liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

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