Freiheit vs. Sicherheit

Nachdem der Monat – mal wieder – so schnell gerast ist, und mich fast so überrumpelt hat, wie sein Vorgänger, hier dann endlich mal meine Gedanken zum ebenfalls von mir gewählten Thema.

Ich guck da mal ein wenig anders drauf, schließlich hatten wir gerade den Blutmond. Und die spezielle Energie, die während der MoFi herrschte, hat irgendwie jeder wahrgenommen, oder? Ob die „Sterne“ jetzt Einfluß auf uns haben oder nicht, ob man daran „glaubt“ oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Ich sehe es einfach so, dass jeder Mensch auch eine „Energiemaschine“ ist, Energie abstrahlt, ebenso wie der Mond auch – letzterer ja zyklisch (ist halt ne zickige Mondin 😉 ).  Warum also sollte der Rest des Universums nicht auch energetisch mit uns verbunden sein?

Die Frage gilt auch nur für die Rationalisten, die mit dem freien Willen um die Ecke kommen wollen. Unsere Gedanken sind nicht ganz so frei, wie wir das gern hätten, das sind eher festgebrannte Autobahnen. Empfehlenswerte Videos dazu gibts von Prof. Dr. Hüther und Prof. Dr. Mausfeld.

Freiheit ODER Sicherheit

Bei einem Frauenabend mit ca. 15 Teilnehmerinnen ging es darum, das Thema zu benennen, das jede einzelne in ihrem Leben momentan als DAS Hauptthema ausmachte. Und während dies bei allen übereinstimmend fehlende Freiheit in ihrem Leben war und sie dafür Konzepte entwickeln wollten, war es bei mir eher die Angst vor der inneren Energie, die ich für unkontrollierbar hielt. Frei war ich gerade geworden, daran fehlte es mir anscheinend gar nicht. Ich nahm das eher als zuviel wahr. Dass beides – das fehlende Bedürfnis nach Freiheit der Frauen und mein inneres Feuer – letztlich dasselbe waren, fiel mir erst später auf.

Als dann nämlich mein Fokus nach langer Zeit wieder kurzzeitig der Astrologie galt.

Die Radix – ein spannendes Kreisdiagramm 😉

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Keine Sorge, ist nur ein Beispiel und nicht meines 😀

Für Unbedarfte kurz zur Info: die Abschnitte drumherum sind die Tierkreiszeichen, darin zu finden die entsprechenden Planeten wie Merkur, Venus etc. und ja, hierzu zählen auch Sonne und Mond, weil die Astrologie eine Beobachtungswissenschaft ist und es nicht um entsprechende physikalische Eigenschaften geht. Dazu kommt die Einteilung innerlich von 1-12. Diese stellt die entsprechenden Lebensgebiete (Häuser genannt) dar. Haus 1 steht beispielsweise für das ICH des Menschen, sein Ego. Das soll aber hier alles gar nicht so sehr von Bedeutung sein. Wichtig im Verständnis der eigenen Freiheit ist Uranus. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass die Radix eines Menschen so persönlich ist, wie ein Fingerabdruck und so rein gar nichts mit den Horoskopen aus irgendwelchen Populärzeitschriften zu tun hat. Heißt, wenn ich mir die Stellung von Uranus im Horoskop anschaue, ist erkennbar, wie wichtig das Freiheitsthema ist und welche Bereiche es umfasst. Im obigen Beispiel (nur ganz kurz zum Verständnis, weil ich auf etwas sehr viel Wichtigeres hinaus will) befindet sich Uranus im 5. Haus in der Jungfrau. Jungfrauthemen sind Analyse, Ordnung und Gesundheit, was sich für so einen Freiheitsjunkie wie Uranus nicht sooo spannend anhört, hinzu kommt Saturn (die absolute Spaßbremse überhaupt – direkt gegenüber), der ihm einredet, sein Freundesbereich würde seinen kreativen Spieltrieb (5. Haus) behindern.  Solange dieser Mensch nicht darauf kommt, dass er selbst sich am meisten bremst – als Entschuldigung aber immer die Anderen vorschiebt – wird er immer wieder in innere Konflikte mit dem Freiheitsthema geraten.

Zuerst einmal zeigt so eine Radix also schonungslos auf, wo wir uns selbst in die Tasche lügen, also mehr Selbstverantwortung übernehmen müssen – genau das ist das eigentliche Thema von Saturn, der gar keine Spaßbremse sein will, sondern – wenn man ihn mitspielen läßt – absolut verläßlich rational ist. Und damit Sicherheit gibt. Denn nur aus der Sicherheit heraus kann Vertrauen entstehen und aufgrund dieses Vertrauens, trauen wir uns mehr, trauen uns mehr zu und haben so mehr Freiheit.

Freiheit UND Sicherheit

Erst wenn ich erfahren habe, dass ich gehalten/getragen werde, dass ich vertrauen kann, erst dann ist die Sicherheit da, Freiheit leben zu können und zu dürfen. Das gilt für viele Bereiche: Erst wenn ich in einem neuen Job merke, dass meine Kollegen ganz in Ordnung sind, nehme ich mir die Freiheit, mehr Facetten von mir zu zeigen. Erst wenn in einer Beziehung eine gewisse Sicherheit entstanden ist und es nicht mehr darum geht ob man oder ob man nicht zusammen ist, kann man sich gegenseitig öffnen. Erst wenn ich erfahren habe, dass mich das Leben trägt, dass ich alleine zurecht komme, egal, was auf mich zukommt, kann ich mir die Freiheit nehmen, mich aus negativen Verbindungen zu lösen. Denn es geht immer um die Balance. Deshalb befindet sich mittig in jeder Radix ein kleiner freier Kreis. Ich nenne ihn das Karmaloch – wenig charmant, ich weiß. Und ich stelle mir vor, dass alle Lebensenergie des Menschen auf dieses Zentrum hin möchte. Mir erscheint es logisch, wenn man Karma im Sinne von Lernen, Lebensaufgabe und Entwicklung sieht. Was bringt es uns Stärken noch weiter zu vervollkommnen oder Schwächen auszumerzen? Ist es nicht eher so, dass unser Innerstes nach einem völlig anderen Ausgleich strebt? Verbunden zu sein und trotz allem die menschliche Abgrenzung zu erfahren? Eben Freiheit und innere Sicherheit. Erst dann ist das Herz freudig am Hüpfen UND der Verstand grinst.

Nur das UND verbindet.

Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Woche ❤ und lass zum UND noch ein bisschen coole Mucke von Eko fresh (prod. von Samy Deluxe) da:

 

PS: Ertragt bitte die erste Strophe, um zu verstehen. ❤

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8 Kommentare

  1. genau so ist es

    „Erst wenn ich erfahren habe, dass ich gehalten/getragen werde, dass ich vertrauen kann, erst dann ist die Sicherheit da, Freiheit leben zu können und zu dürfen.“

    … und im Prinzip genau das, was ich hier auch schon beschrieben habe
    nur, dass ich halt die Verbundenheit an sich … mit dem Leben, mit Gott, mit dem Universum … wie immer du es nennen willst … für mich als ausreichend empfinde
    Einer für alles sozusagen 😉

    Alles Liebe ❤

    Gefällt 2 Personen

      • ja klar
        ich sprech ja immer nur mir 😉
        … und ich schätze … in meiner Kindheit gab es zwar einiges an Chaos … aber meine Mama war immer da für mich … und sie hatte immer den Lieben Gott dabei … ein sehr persönlicher, liebevoller Gott ohne viel Kirche drum herum … das hat sicherlich geholfen für’s Ur-Vertrauen

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  2. Das ganze Thema einmal aus diesem Blickwinkel zu betrachten, ist interessant und eröffnet mir neue Sichtweisen. Ich habe da ja auch schon einiges dazu gelernt 😉
    Das, was Du beschreibst von Sicherheit und Freiheit, erst wenn man getragen wird, auf die Zukunft vertrauen kann, dann erst kann man seine Freiheiten geniessen. Ein Stück weit aufs Universum verlassen und vertrauen, die andere Hälfte ist, sich auf sich zu verlassen und sich einiges zuzutrauen oder zu trauen, das hilft schon sehr…
    Liebe Grüsse

    Gefällt 1 Person

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