Meine Fußstapfen

Ein Thema über welches ich schon seit der Ankündigung Anfang Dezember nachdenke. Anderen scheint es wohl auch so zu gehen. Mit Mehrheit gewählt und irgendwie ziemlich wenige Beiträge, was aber auch an dem ganzen Weihnachtstrubel liegen kann.

Nun aber mal meine Gedanken zu diesem Thema:

Mein CO2 Footprint als Vielflieger, Vielfahrer, Viel-Unterwegs-Typ… daran denke ich jetzt mal nicht. Ich versuche seit vielen Jahren Reisen so effektiv wie möglich zu planen. Keine Kaffeefahrten und unnütze Termine. Was jetzt mein Wägelchen angeht, ok, da habe ich zumindest die Euro6 Abgasnorm 😎

„Erinnerungen sind die Fußabdrücke am Strand unseres Lebens“

Das ist so ein Spruch, den ich gelesen habe. Nein, Erinnerungen sind länger von Bestand, manchmal ein ganzes Leben und keine Welle, kein Sturm kann sie wegspülen.

Welche Fußabdrücke werde ich hinterlassen?

„Sprache ist vorbeiziehende Wirklichkeit – die Schrift ihr Fußabdruck.“

David Kiser

Da gefällt mir dieses Zitat schon besser. Worte sind Schall und Rauch, manches, was ich heute gesagt habe, ist morgen vergessen. Manchmal sogar von dem vergessen, der es gesagt hat.

Wenn ich allerdings meine Gedanken aufschreibe, das könnte Bestand haben. Wenn ich endlich mein Buchprojekt voranbringe, wenn meine Kinder und Enkel das, was ich mal geschrieben habe, lesen können, dann habe ich einen Fussabdruck hinterlassen.

Wenn ich bei Freunden und Menschen, die mich lieben und die ich liebe schon jetzt ein Teil Ihres Herzens bin, auch dann dürfte ich Bestand haben. Keine Wunden und Narben will ich in den Herzen hinterlassen, nur den Stachel der Freundschaft.

„Es gibt Menschen, deren einmalige Berührung mit uns für immer den Stachel in uns zurückläßt, ihrer Achtung und Freundschaft wert zu bleiben.“

Christian Morgenstern

Wenn ich dann noch meine Wertschätzung gegenüber allen Lebewesen auf diesem Planeten zuteil werden lasse, ich Hass, Neid und Missgunst erst gar nicht zulasse, dann könnte man mich zumindest als guten Menschen in Erinnerung behalten. Aber deswegen mache ich das nicht. Wäre ja so, dass ich mir damit etwas verdienen möchte, wie es in den Religionen als Belohnung versprochen wird.

Irgendwie ist es ja auch befremdlich, darüber nachzudenken, was mal auf meinem Grabstein stehen wird. Ich lebe einfach nach meiner Überzeugung und versuche hier und jetzt im Heute das zu tun, womit ich die Welt ein bißchen besser machen kann.

grass covered in snow
Photo by Lukas Hartmann on Pexels.com
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7 Kommentare

  1. Lieber Thomas .-)
    es hat teils einen leidlichen … teils einen nicht so fruchtenden Grund … meine Fußstapfen hier zu argumentieren

    – sie haben verschiedene Tiefen und Größen aus meiner gesamten Lebensbahn … ich bin auch nicht immer im Sand durchs Leben gelaufen um ihnen hinterher zu schauen … am nacktem Stein entdeckte ich stets nur Gesichter … erst freundliche … sie wandelten sich in grimmige Fratzen um

    Ich möchte vermeiden … meine Spuren nicht so zu hinterlassen wie ich es vllt. getan hätte …
    Nein … das wäre nur die halbe Wahrheit … mit der ich mich nicht identifizieren könnte

    Das Gute in uns wäre nicht in der Lage zu überleben … ohne dem Quäntchen Bösen in uns

    einen mental ausgeglichenen und entspannten Abend dir lieber Thomas …
    liebe Grüße von zuzaly 🙂

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