Der Weg in eine ungewisse Zukunft

Wir starten mit einem neuen Projekt: Schreibe zum obigen Bild eine Geschichte, Gedicht oder was Dir auch immer dazu einfällt. Einfach das Bild aus der Mediathek nehmen und loslegen. Alle Autoren sind herzlich dazu eingeladen, wir freuen uns über rege Teilnahme. Und sollte einer unserer Leser oder Follower jetzt auch Lust bekommen, schreibt einfach eine Nachricht in den Kontaktbereich und schwupps seid Ihr dabei.

Jetzt kommt erstmal meine Geschichte dazu:

Josh stand mit seinem Rucksack an den Landungsbrücken und wartete auf das Schiff. „Landungsbrücke“, ein Relikt aus längst vergangener Zeit. Hier sieht es schon lange nicht mehr aus wie früher als hier noch Vergnügungsschiffe anhielten, für Hafenrundfahrten und dergleichen.

Seit Ewigkeiten gibt es keine Luxusliner, Vergnügungsschiffe oder Touristenboote mehr. Die Welt hatte sich grundlegend verändert. Die Menschheit konnte es einfach nicht lassen im Luxus und Überfluss zu leben. Sie wollte einfach nicht wahrhaben dass es bereits 5 vor 12 war. Es wurde viel geredet, aber letztendlich nichts getan.

Bis zum großen Knall und die Welt förmlich in die Knie ging. Viele, sehr viele, verloren ihr Leben. Jahrzehnte herrschte Chaos. Die restliche Menschheit versuchte irgendwie zu überleben, mit all den Schwierigkeiten, Hungersnöten und der erbärmlich schlechten Luft.

Ab da herrschten strenge Sanktionen. Unter anderem gab es keine Personenschiffe fürs Vergnügen, keine Urlaubsflüge aus purer Urlaubslust. Nur noch Frachtflieger und Schiffe. Und wer unbedingt irgendwo hinwollte, musste mit einem der wenigen Plätze im Frachtflugzeug oder auf dem Frachtschiff vorlieb nehmen.

Einen Platz im Flugzeug zu ergattern war schier aussichtslos. So stellte sich Josh lieber an den Landungsbrücken und wartete auf das nächste Schiff. Jeden letzten Dienstag im Monat kam ein Frachtschiff im Hafen an und wenn man zeitig vor Ort war konnte man einen der begehrten Plätze ergattern.

Letzten Monat war er leider zu spät angekommen so dass er wieder gehen musste. Leider wusste Niemand so genau wann das Schiff ankam, wie viele Plätze zur Verfügung standen und wohin die Reise ging. Erst wenn die schwere Glastür aufging, vor der er jetzt stand, sah man das Ziel. Manche drehten enttäuscht um, da es nicht das richtige Ziel war. Aber Josh war es egal wohin es ging. Er wollte einfach nur weg von hier. Hier gab es nichts mehr was ihn hielt, keine Arbeit, kaum Unterkünfte und Verpflegung.

So reiste er in regelmässigen Abständen von einem Ort zum Nächsten. Es machte ihn mittlerweile nichts mehr aus da er sich schnell überall zu Hause fühlte. Er fand schnell Kontakt und sein Hab und Gut passte in seinem einzigen Rucksack.

Vielleicht wird er ja irgendwann Sesshaft und findet seine innere Ruhe, aber solange reist er halt durch die Welt. Arbeit gibt es schließlich überall. Und da die Sanktionen auf der ganzen Welt gleich waren, war es fast egal wo man lebte.

Es kam Bewegung in die Gruppe der Wartenden. Das Schiff legte an und die schwere Glastür wurde geöffnet.

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